Der SUP-Sport hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufschwung erlebt. Und wo ein großer Markt entsteht, gibt es auch eine Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Intentionen.

Entwickelt werden Trendsportarten am Anfang von Enthusiasten, die viel Zeit und Leidenschaft in die Entwicklung der produkte stecken. Erst wenn die Produkte so ausgereift sind, dass die Mehrheit der Nutzer ohne Kompromisse damit Spaß haben kann entsteht ein Trend. 

Wird ein Trend richtig groß, wollen alle daran mitverdienen und Trendsportgeräte sind dann für eine Zeit auch als Billigversion in Supermärkten und Baumärkten zu finden. Die Preisdifferenzen zu den ursprünglichen Boards sind teilweise sehr hoch, was für den Laien schwer nachvollziebar ist. Oftmals werden dann in den einschlägigen Foren Erklärungen verbreitet, die die Preisdifferenzen mit Handelsspannen der Händler, Lizenzen für Markennamen oder ähnlichem Unsinn begründen. Wir zeigen Dir hier die wahren Unterschiede zwischen Billigboards, preiswerten Boards und exklusiven Boards auf und erklären Dir, wie Du das richtige Board für Dich auswählst.

Marke und Herstellung

Eine renommierte Marke im Bereich Wassersport muss darauf achten, den Wert Ihres Markennamens zu erhalten. Es ist daher üblich, dass die namhaften Hersteller auch bei der Produktion in China auf eine hohe Fertigungsqualität und eine sorgfältige Endkontrolle achten. Billige SUPs werden häufig unter belieben Handelsmarkennamen von Importfirmen nach Deutschland gebracht, die alle möglichen Produkte aus China importieren und die nach dem SUP-Hype irgendein anderes Produkt vermarkten, unter einem neuen Handelsnamen. Ist der Name der Handelsmarke durch den SUP-Import verbrannt, kümmert das niemanden.

Die renommierten Marken entwicklen die Shapes und Technologien für die Boards selbst und geben dann die Anforderungen an die Produktion vor und halten diese nach. Die Billigboards aus China sind Nachbauten der echten SUP Boards, bei denen es nicht auf die Details ankommt, sondern lediglich darauf, ein Produkt zu haben, was annähernd so aussieht, wie ein SUP und das es schwimmt. Ein deutlicher Hinweis auf solche Kopien ist häufig völlig unnützes Zubehör, wie Kajak-Paddel oder Sitze zum festschnallen auf dem SUP. Hier wird schnell deutlich, dass der Hersteller im Grunde gar nicht weiß, was er da produziert und der Importeur nur auf Einkaufpreis und Umsatz achtet.

Gelegentlich werden auch alte Marken, deren Erfolg und Ruhm vor 10 oder 20 Jahren verblasste (z.B. F2 / Mistral) mißbraucht, um billigen Chinaimporten den Anschein eines Markenproduktes zu geben. 

Festes SUP oder Inflatable SUP?

Die erste Frage, die Du Dir stellen wirst und die Du wahrscheinlich sehr schnell beantworten kannst, ist die Frage, ob Du ein festes oder ein aufpumpbares SUP kaufen möchtest.  

Ein festes SUP kennt in aller Regel die vielen möglichen Qualitätsprobleme eines inflatable SUPs nicht. Feste SUPs sind auch keine Massenware und werden daher nahezu ausschließlich von den Markenherstellern angeboten. 

Ein festes SUP ist aber immer dann eine gute Wahl, wenn Du z.B. ein Wassergrundstück besitzt und das Board direkt am Wasser lagern kannst, oder wenn Du schon sehr weit forgeschritten bist und das absolute Maximum beim SUPen herausholen möchtest. Auch für den Einsatz in der Welle sind feste SUPs den inflatables vorzuziehen.

shredrack_air-2-brettsport-de

Für alle anderen Kunden bedeutet ein festes SUP vor allem relativ viel Aufwand beim Transport und bei der Lagerung, weswegen sich die überwiegende Mehrheit der Kunden für die iSUPs entscheidet. Rund 95% aller Kunden entscheiden sich für ein inflatable SUP.

Mit der einfachen und preiswerten Lösung von Shred Rack, kann man das Transportproblem bei festen SUPs aber auch elegant lösen, wenn man sich für ein festes SUP entscheidet

Ob die Fahreigenschaften zwischen einem iSUP und einem festen SUP nur geringfügig oder drastisch abweichen, hängt von der Qualität und der Konstruktion des iSUPs ab.

Das Fahrergewicht

Eine Frage, die vor allem für schwere Fahrer über 100 kg von Bedeutung ist. Die Angaben der Hersteller beziehen sich auf die Tragkraft des SUPs, also geben an, ab welchem Gewicht ein SUP vom Fahrer unter Wasser gedrückt werden würde. Aber wir wissen aus unseren Schlungen, das ein Board, was mühelos 140 kg Gewicht trägt, bereits mit einen großen 120 kg Fahrer zu einem extrem kippeligen System wird, das sehr hohe Anforderungen an den Gleichgewichtssinn stellt. Neben der theoretischen Tragfähigkeit ist hier zusätzlich eine möglichst flache Bauweise  in Verbindung mit etwas mehr Breite erforderlich. Besonders flache Boards, wie sie vielfach im oben erwähnten Billigimportbereich zu finden sind, sind gleichzeitig i.d.R. nicht formstabil und würden bei einer hohen Belastung um so mehr nachgeben. Es ensteht die berühmte Bananenform, bei der der Fahrer mit den Füßen im Wasser steht.

Um Boards flach und stabil zu konstruieren, ist ein erheblicher zusätzlicher Aufwand bei der Produktion und der Einsatz von besonders hochwertigen Materialien erforderlich. Dies wirkt sich natürlich auf den Preis aus. Ein Board, was hervorragend für schwere Fahrer geeignet ist, wäre das Red Paddle Voyager 12'6", das bis 150 kg Fahrergewicht zugelassen ist und trotz der Länge sehr kippstabil ist und sehr flach konstruiert ist. Wir haben mindestens ein Board dieser Klasse bei uns immer im Testpool und für Touren und Schulungen dabei. 

Der Einsatzbereich

Mit einem SUP kann man ganz unterschiedliche Dinge tun: Man kann es als Badeinsel auf dem Baggersee nutzen und die Kinder damit spielen lassen, man kann Yoga oder andere Übungen darauf machen und dabei besonders die tiefer liegende Muskulatur trainieren, man kann damit zur Erholung und Entspannung über den See paddeln, man kann ausgedehnte Flusstouren unternehmen oder sich sogar ins Wildwasser wagen, man kann für Rennen trainieren oder man kann auf dem offenen Meer einen Downwinder machen und man kann sogar mit einem SUP Wellenreiten. Immerhin ist das Wellenreiten sogar der Ursprung des Sports. Auf Hawaii war das Paddeln im Stehen den Königen vorbehalten!

Wer sich für die anspruchsvolleren Disziplinen, wie Race, Wildwasser oder Wellenreiten entschieden hat, der findet bei den meisten Anbietern speziell für diesen Einsatzzweck entwickelte Boards und wird wahrscheinlich auch bereits die Gelegenheit genutzt haben, die unterschiedlichen Boards zu testen. Wenn Du diesen Bericht liest, gehörst Du wahrscheinlich eher zu der Gruppe, die noch gar nicht so genau wissen, wie oft und wo sie das SUP einsetzen möchten. 

Eine einfache Regel aus dem Segelsport besagt: "Länge läuft". Normale Segelboote und SUPs fahren in Verdrängerfahrt durch das Wasser und durch physikalische Gesetzmäßigkeiten hängt die mögliche maximale Geschwindigkeit von der Rumpflänge ab. Ein längeres, schmaleres Board gleitet schneller durch das Wasser, als ein kürzeres, breiteres Board. 

Allround Boards haben eine Länge von ungefähr 10'6" (3,2 m) . Kürzere Boards gibt es für Kinder und besonders leichte Menschen oder für den Einsatz in der Welle oder im Wildwasser.

Sport- und Touring Boards sind zwischen 11'6" und 13'2" (3,50 m bis 4,00 m) lang.

Boards, die länger sind, als 13'2" werden vor allem im Race-Bereich eingesetzt.

Auf einem See wird man den Unterschied bei der Geschwindigkeit gar nicht wahrnehmen, da es keine Bezugspunkte gibt, mit denen man sein Tempo einschätzen könnte. Wenn Du aber mit anderen Paddlern eine Tour planst, ist es entscheidend, wieviel Kraft Du aufwenden musst, um an der Gruppe dran zu bleiben. Wenn Du stets derjenige bist, der kämpfen muss, kann dies schnell den Spaß an der Tour verderben.

Die nötigten Techniken, um beim SUP nicht mehr als Anfänger zu gelten, kann man vergleichsweise schnell lernen. Unsere Kursteilnehmer sind nach 2 Stunden in der Regel fit genug, um sicher auf dem Board zu stehen und das Paddel richtig zu führen. Es ist also nicht unbedingt notwendig, sich zunächst ein "Einsteigerboard" zu kaufen, wenn Du bereits weißt, dass Du gerne längere Flußtouren unternehmen wirst, weil Du das z.B. mit dem Kanu oder Faltboot auch schon gemacht hast. Die Lernkurve bei einem längeren und schmaleren Board ist am Anfang etwas höher, aber die meisten Menschen mit einem gesunden Gleichgewichtssinn haben auch mit Boards 11.6" zwischen 13.2" keine größeren Probleme.,

Die Qualität

Die Kosten für die Produktion eines SUPs hängen vom Aufwand des Produktionsverfahrens ab. Mehr Fäden, die Ober- und Unterdeck verbinden machen das Board stabiler. Hochwertigere SUPs verwenden hier auch kreuzweise Verbindungen oder Fäden mit unterschiedlicher Länge, um dem Board eine Kontur zu geben.

Billigboards beim Discounter sind häufig nur einlagig und das verwendete PVC Material ist billiger und damit anfälliger. Die Boards sind meist zu dünn und fühlen sich daher auf dem Wasser nicht wirklich fest an.

Die richtige Paddeltechnik arbeitet mit einer Hoch-, Tiefentlastung. Du paddelst nicht mit den Armen, sondern mit dem ganzen Körper. Dadurch ist das Paddeln mit der richtigen Technik auch sehr kraftsparend und entspannend. Dieser Effekt funktioniert aber nicht richtig, wenn ein großer Teil der Energie, die Du aufwendest nicht in den Vortrieb geht, sondern in eine Faltbewegung eines zu weichen SUPs. Die Folge ist, dass Du die Leichtigkeit des Vorankommens überhaupt nicht erfahren kannst und den Sport vielleicht aufgibst, bevor Du mitbekommen hast, wie angenehm das Paddeln mit dem richtigen Material ist.

Sehr oft ist auch die Qualitätskontrolle bei den Billigboards mangelhaft, so dass die Boards nach dem Aufpumpen komplett verzogen sind, weil schief geklebt wurde. Die Nähte überlappen nicht weit genug, was zu häufigerem Reißen und Platzern führt, als bei Markenboards. Ein Markenhersteller gibt sehr genaue Anweisungen für die Produktion vor und kontrolliert die Umsetzung lückenlos

Klebstoffe reagieren empfindlich auf Schwankungen bei der Temperatur und Luftfeuchtigkeit und eine Produktionsstätte, die bei diesen Details zuverlässig für gleichbleibende Produktionsbedingungen im Rahmen der Vorgaben sorgt, hat höhere Kosten, als eine Fabrik, die nur auf Masse optimiert produziert, 

Da bei den Billigboards keinerlei Aufwand in die Forschung und Entwicklung investiert wurde, sind auch die Formen nicht nach fahrdynamischen Kriterien entwickelt sondern entstehen zufällig, ebenso zufällig ist die Anzahl und Anordnung der Finnen.

Dazu kommt das meist unbrauchbare Zubehör (Kajakpaddel und Sitze) und auch das wichtige Zubehör (z.B. Paddel) ist von schlechter Qualität.

Drop Stitch

Die Steifigkeit und die Form eines Boards wird dadurch erzeugt, dass es feine Fäden im Inneren gibt, die das Oberdeck und das Unterdeck miteinander verbinden. Je mehr Fäden verwendet werden und je besser das dafür verwendete Material ist,  desto besser ist die Formstabilität des Boards. Zu wenig Verbindungen führen zu einem wabbeligen Board, man merkt dies aber häufig erst auf dem Wasser. Ist die Materialqualität der Fäden schlecht, so kann die Anfangs vielleicht noch vorhandene Steifigkeit auch sehr schnell nachlassen. 

Will man einem Board eine noch höhere Steifigkeit und Kontur geben, so werden die Fäden X-weise angeordnet und/oder es werden Fäden mit unterschiedlicher Länge verwendet. Natürlich ist ein Board mit mehr Fäden, hochwertigerem Fadenmaderial und einer komplexen Anordnung in der Produktion teurer. Aber es bringt Die auch viel mehr Spaß und hält auch viel länger.  

Boarddicke

Besonders dünne Boards sind entweder ganz besonders wabbelig oder aber sehr teuer. Ein dünnes Board steif zu bekommen verlangt viel mehr Qualtät und Produktionsaufwand, als ein normales 6" (15 cm) Board steif zu bekommen. Red Paddle ist ein Hersteller, der versucht, besonders flache Boards mit maximaler Steifigkeit zu produzieren. Dies hat aber auch einen entsprechenden Preis zur Folge. Die Red Paddle Boards sind die teuersten Boards in unserem Progamm. Allerdings fahren sich hochwertige, flach konstruierte Boards extrem angenehm, weil der tiefere Schwerpunkt zusätzliche Stabilität vermittelt.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Billigangebote sehr flach konstruiert sind. Bei diesen Boards handelt es sich häufig lediglich um etwas festere Luftmatratzen, die zum SUPen nur sehr eingeschänkt geeignet sind.

PVC Außenhaut

Gute SUPs verfügen über eine mehrlagige Außenhaut, was sie sehr robust macht. Das verwendete PVC ist stichfest und  trotzdem so weich, so dass es sich gut Falten lässt, ohne starke Knickspuren zu bekommen  Kontakt mit einem spitzen Stein kann einer doppelten Außenhaut mit gutem PVC nichts anhaben.

Bei Billig-SUPs wird häufig nur eine einzige Lage PVC und Gewebe verwendet und bestenfalls die Seitenwände werden doppellagig veklebt. Das verwendete PVC-Material ist billiger und somit auch anfällger. 

Unterschiedliche PVC-Qualitäten reagieren auch entsprechend auf UV-Strahlung, die beim Einsatz von SUPs unweigerlich starken Einfluss hat. Hochwertiges Material ist UV-beständiger.

Nähte

Bei den Marken-SUPs wird am Material nicht gespart. Die einzelnen Elemente überlappen großflächig, so dass stabile und langlebige Verbindungen entstehen können. Diese Nahtstellen halten einen eventuellen Überdruck durch Sonneneinstrahlung viel besser aus, als Nahtstellen, die nur eng überlappen, weil am Material gespart wurde,

Shape

Die Form eines SUPs entscheidet neben der Länge darüber, wie schnell und mit wie wenig Kraftaufwand Du über das Wasser gleitest. Um dem Board einen optimalen Shape zu geben ist Forschungs- und Entwicklungsaufwand notwendig und nur mit den oben beschriebenen aufwendigeren Produktionsmethoden ist es überhaupt möglich, eine Form die verbesserte Gleiteigenschaften hat, auch auf ein Produkt zu übertragen. 

Billiganbieter sparen sich diesen Entwicklungsaufwand und kopieren vorhandene Shapes. Diese Boards sehen allerdings nur so aus wie SUPs. Das Fahrgefühl auf dem Wasser unterscheidet sich zum Teil dramatisch, so dass diese Boards häufig auch als "Luftmatratzen" beeichnet werden, weil hier lediglich etwas Aufpumpbares produziert wurde, was bei oberflächlicher Betrachtung wie ein SUP aussieht, aber nichts unternommen wurde, um auch den Fahrspaß zu gewährleisten.

Finnen

Für den Einsatz eines SUPs auf Seen und noralen Flüßen ist eine einzelne austauschbare Finne ideal. Ein Set mit drei Finnen schränkt die Wendigkeit des Boards ein und bremst das Board unnötig aus. 

NoName und Billigboards haben häufig proprietäre Befestigungen für die Finnen, so das ein Austausch erschwert oder unmöglich wird oder haben die falsche Finnenanzahl für den Einsatzbereich des Boards. 

Footpads

Die Standfläche bei den SUPs wird aus weicherem EVA Kunststoff gemacht, damit Du guten Halt auf dem Board hast. Billiges Material führt hier dazu, dass die Footpads schnell spröde werden und dann beim Einrollen des Boards reißen und bieten auch weniger Komfort, als hovhwertiges EVA-Material. 

Ventile

Ventile sind Verschleißteile, die auch bei hochwertigen Boards unter Umständen einmal ausgetauscht werden müssen.Normalerweise ist das kein großes Problem, da die Ventile einfach aus- und eingeschraubt werden können. Bei billigen Boards werden hier aber häufig keine Standards beachtet, so dass ein Austausch gegen ein handelsübliches Ventil u.U. gar nicht möglich ist.

Gewährleistung vs. Garantie

Während Du im Baumarkt/Supermarkt nach einer kurzen Kulanzphase von drei Monaten lediglich noch auf das Gewährleistungsrecht zurückgreifen kannst, geben die Markenhersteller in der Regel eine Garantie über drei oder fünf Jahre. Die Gewährleistung betrachtet immer nur den Zusatnd des Artikels zum Zeitpunkt des Kaufes. Innerhalb der ersten 6 Monate muss der Händler nachweisen, dass der Artikel mängelfrei war. In den verbleibenden 1,5 Jahren der gesetzlichen Gewährleistungspflicht muss der Kunde nachweisen, dass der eingetretene Mangel bereits zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden war. Da dies in 99,9% aller Gewähreistungsfälle nicht gelingen wird, ist die Gewährleistung im Grund nutzlos.

Bei einer Herstellergarantie spielt nur der eingetretene Schaden eine Rolle. Bei geplatzten Nähten oder Schäden an den Ventilen werden soche Schäden unserer Erfahrung nach anstandslos behoben oder die Boards komplett ersetzt. Lediglich wenn das Schadensbild eindeutig von grober Fahrlässigkeit zeugt verweigern die Markenhersteller die Garantie.

Klassische Fehlkalkulation bei Discount-Angeboten

Sehr häufig hört man das Argument, dass man ja noch gar nicht genau weiß, ob einem das SUPen überhaupt Sapß machen wird und dass man deshalb zunächt einmal mit einem billigen Supermarkt-SUP startet. Dieser Taktik liegen zwei Denkfehler zu Grunde:

1. Richtig Spaß machen die meisten Sportarten erst mit dem richtigen Material. Wer mit einem schief geklebten und wabbeligen Board, mit zu vielen Finnen, den Füßen im Wasser und womöglich noch ohne Schulung, mit der falschen Paddeltechnik mühsam versucht über den See zu kommen, wird sich sehr schnell fragen, warum alle das SUPen so hypen. Das Board wird im Keller verschwinden und von dort nach einigen Jahren als Sondermüll entsorgt werden müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem der Sport tatsächlich keinen Spaß macht ist sehr viel größer, als wenn man mit einem etwas höherwertigen Board startet.

2. Ein Supermarkt- oder Dicounterboard unterliegt einem drastischen Wertverlust nach dem Kauf. Ein Wiedeverkauf ist nahezu unmöglich. Ein Markenboard hingegen kann man zu einem guten Preis weiter verkaufen, wenn man trotzdem feststellen sollte, dass es nicht der richtige Sport ist.

Unter dem Strich kann Kauf und Wiederverkauf eines Markenboards billiger sein, als der Kauf eines Discounterboards. Man vermeidet aber die Gefahr, dass man sich von Anfang an den Zugang zu dem Sport verbaut, weil man unzureichendes Material benutzt. 

Hier geht der Appell auch an das ökologische Gewissen. Wenn man sich ein Discounter Board zum Ausprobieren des Sports holt, dann ist in beiden Fällen (Sport-Aufgabe oder späterer Material-Verbesserung) das Discounterboard überflüssig und Sondermüll. Beim Markenboard wird es entweder lange genutzt oder kann von einem Anderen lange genutzt werden. Überflüssiger Müll fällt nicht an. 

Testen vor dem Kauf

Eine objektive Empfehlung für ein SUP kann man nur dann aussprechen, wenn man SUPs der unterschiedlichen Klassen und Qualitätsstufen auch selber getestet hat. Wir empfehlen daher dringend, den Kauf und die Beratung im inhabergeführten Fachhandel, der idealerweise auch selber Touren, Schulungen und Testmöglichkeiten anbietet, so wie brettsport.de. 

Besonders vorsichtig sein sollte man bei Empfehlungen, die in den einschlägigen Internetforen oder bei Produktbewertungen bei Discountern oder Amazon. Hier schwingen sich Kunden zu Beratern auf, die in ihrem Leben vielleicht nur dieses eine SUP überhaupt kennen gelernt haben. Natürlich ist immer etwas Euphorie im Spiel, wenn man das erste Mal mit einem neuen Sportgerät hantieren darf und sehr wahrscheinlich machen die ersten Versuche auch mit dem schlechtesten Material tatsächlich Spaß. 

 

 

 

 

 

 

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Der SUP-Sport hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufschwung erlebt. Und wo ein großer Markt entsteht, gibt es auch eine Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Intentionen.

Entwickelt werden Trendsportarten am Anfang von Enthusiasten, die viel Zeit und Leidenschaft in die Entwicklung der produkte stecken. Erst wenn die Produkte so ausgereift sind, dass die Mehrheit der Nutzer ohne Kompromisse damit Spaß haben kann entsteht ein Trend. 

Wird ein Trend richtig groß, wollen alle daran mitverdienen und Trendsportgeräte sind dann für eine Zeit auch als Billigversion in Supermärkten und Baumärkten zu finden. Die Preisdifferenzen zu den ursprünglichen Boards sind teilweise sehr hoch, was für den Laien schwer nachvollziebar ist. Oftmals werden dann in den einschlägigen Foren Erklärungen verbreitet, die die Preisdifferenzen mit Handelsspannen der Händler, Lizenzen für Markennamen oder ähnlichem Unsinn begründen. Wir zeigen Dir hier die wahren Unterschiede zwischen Billigboards, preiswerten Boards und exklusiven Boards auf und erklären Dir, wie Du das richtige Board für Dich auswählst.

Marke und Herstellung

Eine renommierte Marke im Bereich Wassersport muss darauf achten, den Wert Ihres Markennamens zu erhalten. Es ist daher üblich, dass die namhaften Hersteller auch bei der Produktion in China auf eine hohe Fertigungsqualität und eine sorgfältige Endkontrolle achten. Billige SUPs werden häufig unter belieben Handelsmarkennamen von Importfirmen nach Deutschland gebracht, die alle möglichen Produkte aus China importieren und die nach dem SUP-Hype irgendein anderes Produkt vermarkten, unter einem neuen Handelsnamen. Ist der Name der Handelsmarke durch den SUP-Import verbrannt, kümmert das niemanden.

Die renommierten Marken entwicklen die Shapes und Technologien für die Boards selbst und geben dann die Anforderungen an die Produktion vor und halten diese nach. Die Billigboards aus China sind Nachbauten der echten SUP Boards, bei denen es nicht auf die Details ankommt, sondern lediglich darauf, ein Produkt zu haben, was annähernd so aussieht, wie ein SUP und das es schwimmt. Ein deutlicher Hinweis auf solche Kopien ist häufig völlig unnützes Zubehör, wie Kajak-Paddel oder Sitze zum festschnallen auf dem SUP. Hier wird schnell deutlich, dass der Hersteller im Grunde gar nicht weiß, was er da produziert und der Importeur nur auf Einkaufpreis und Umsatz achtet.

Gelegentlich werden auch alte Marken, deren Erfolg und Ruhm vor 10 oder 20 Jahren verblasste (z.B. F2 / Mistral) mißbraucht, um billigen Chinaimporten den Anschein eines Markenproduktes zu geben. 

Festes SUP oder Inflatable SUP?

Die erste Frage, die Du Dir stellen wirst und die Du wahrscheinlich sehr schnell beantworten kannst, ist die Frage, ob Du ein festes oder ein aufpumpbares SUP kaufen möchtest.  

Ein festes SUP kennt in aller Regel die vielen möglichen Qualitätsprobleme eines inflatable SUPs nicht. Feste SUPs sind auch keine Massenware und werden daher nahezu ausschließlich von den Markenherstellern angeboten. 

Ein festes SUP ist aber immer dann eine gute Wahl, wenn Du z.B. ein Wassergrundstück besitzt und das Board direkt am Wasser lagern kannst, oder wenn Du schon sehr weit forgeschritten bist und das absolute Maximum beim SUPen herausholen möchtest. Auch für den Einsatz in der Welle sind feste SUPs den inflatables vorzuziehen.

shredrack_air-2-brettsport-de

Für alle anderen Kunden bedeutet ein festes SUP vor allem relativ viel Aufwand beim Transport und bei der Lagerung, weswegen sich die überwiegende Mehrheit der Kunden für die iSUPs entscheidet. Rund 95% aller Kunden entscheiden sich für ein inflatable SUP.

Mit der einfachen und preiswerten Lösung von Shred Rack, kann man das Transportproblem bei festen SUPs aber auch elegant lösen, wenn man sich für ein festes SUP entscheidet

Ob die Fahreigenschaften zwischen einem iSUP und einem festen SUP nur geringfügig oder drastisch abweichen, hängt von der Qualität und der Konstruktion des iSUPs ab.

Das Fahrergewicht

Eine Frage, die vor allem für schwere Fahrer über 100 kg von Bedeutung ist. Die Angaben der Hersteller beziehen sich auf die Tragkraft des SUPs, also geben an, ab welchem Gewicht ein SUP vom Fahrer unter Wasser gedrückt werden würde. Aber wir wissen aus unseren Schlungen, das ein Board, was mühelos 140 kg Gewicht trägt, bereits mit einen großen 120 kg Fahrer zu einem extrem kippeligen System wird, das sehr hohe Anforderungen an den Gleichgewichtssinn stellt. Neben der theoretischen Tragfähigkeit ist hier zusätzlich eine möglichst flache Bauweise  in Verbindung mit etwas mehr Breite erforderlich. Besonders flache Boards, wie sie vielfach im oben erwähnten Billigimportbereich zu finden sind, sind gleichzeitig i.d.R. nicht formstabil und würden bei einer hohen Belastung um so mehr nachgeben. Es ensteht die berühmte Bananenform, bei der der Fahrer mit den Füßen im Wasser steht.

Um Boards flach und stabil zu konstruieren, ist ein erheblicher zusätzlicher Aufwand bei der Produktion und der Einsatz von besonders hochwertigen Materialien erforderlich. Dies wirkt sich natürlich auf den Preis aus. Ein Board, was hervorragend für schwere Fahrer geeignet ist, wäre das Red Paddle Voyager 12'6", das bis 150 kg Fahrergewicht zugelassen ist und trotz der Länge sehr kippstabil ist und sehr flach konstruiert ist. Wir haben mindestens ein Board dieser Klasse bei uns immer im Testpool und für Touren und Schulungen dabei. 

Der Einsatzbereich

Mit einem SUP kann man ganz unterschiedliche Dinge tun: Man kann es als Badeinsel auf dem Baggersee nutzen und die Kinder damit spielen lassen, man kann Yoga oder andere Übungen darauf machen und dabei besonders die tiefer liegende Muskulatur trainieren, man kann damit zur Erholung und Entspannung über den See paddeln, man kann ausgedehnte Flusstouren unternehmen oder sich sogar ins Wildwasser wagen, man kann für Rennen trainieren oder man kann auf dem offenen Meer einen Downwinder machen und man kann sogar mit einem SUP Wellenreiten. Immerhin ist das Wellenreiten sogar der Ursprung des Sports. Auf Hawaii war das Paddeln im Stehen den Königen vorbehalten!

Wer sich für die anspruchsvolleren Disziplinen, wie Race, Wildwasser oder Wellenreiten entschieden hat, der findet bei den meisten Anbietern speziell für diesen Einsatzzweck entwickelte Boards und wird wahrscheinlich auch bereits die Gelegenheit genutzt haben, die unterschiedlichen Boards zu testen. Wenn Du diesen Bericht liest, gehörst Du wahrscheinlich eher zu der Gruppe, die noch gar nicht so genau wissen, wie oft und wo sie das SUP einsetzen möchten. 

Eine einfache Regel aus dem Segelsport besagt: "Länge läuft". Normale Segelboote und SUPs fahren in Verdrängerfahrt durch das Wasser und durch physikalische Gesetzmäßigkeiten hängt die mögliche maximale Geschwindigkeit von der Rumpflänge ab. Ein längeres, schmaleres Board gleitet schneller durch das Wasser, als ein kürzeres, breiteres Board. 

Allround Boards haben eine Länge von ungefähr 10'6" (3,2 m) . Kürzere Boards gibt es für Kinder und besonders leichte Menschen oder für den Einsatz in der Welle oder im Wildwasser.

Sport- und Touring Boards sind zwischen 11'6" und 13'2" (3,50 m bis 4,00 m) lang.

Boards, die länger sind, als 13'2" werden vor allem im Race-Bereich eingesetzt.

Auf einem See wird man den Unterschied bei der Geschwindigkeit gar nicht wahrnehmen, da es keine Bezugspunkte gibt, mit denen man sein Tempo einschätzen könnte. Wenn Du aber mit anderen Paddlern eine Tour planst, ist es entscheidend, wieviel Kraft Du aufwenden musst, um an der Gruppe dran zu bleiben. Wenn Du stets derjenige bist, der kämpfen muss, kann dies schnell den Spaß an der Tour verderben.

Die nötigten Techniken, um beim SUP nicht mehr als Anfänger zu gelten, kann man vergleichsweise schnell lernen. Unsere Kursteilnehmer sind nach 2 Stunden in der Regel fit genug, um sicher auf dem Board zu stehen und das Paddel richtig zu führen. Es ist also nicht unbedingt notwendig, sich zunächst ein "Einsteigerboard" zu kaufen, wenn Du bereits weißt, dass Du gerne längere Flußtouren unternehmen wirst, weil Du das z.B. mit dem Kanu oder Faltboot auch schon gemacht hast. Die Lernkurve bei einem längeren und schmaleren Board ist am Anfang etwas höher, aber die meisten Menschen mit einem gesunden Gleichgewichtssinn haben auch mit Boards 11.6" zwischen 13.2" keine größeren Probleme.,

Die Qualität

Die Kosten für die Produktion eines SUPs hängen vom Aufwand des Produktionsverfahrens ab. Mehr Fäden, die Ober- und Unterdeck verbinden machen das Board stabiler. Hochwertigere SUPs verwenden hier auch kreuzweise Verbindungen oder Fäden mit unterschiedlicher Länge, um dem Board eine Kontur zu geben.

Billigboards beim Discounter sind häufig nur einlagig und das verwendete PVC Material ist billiger und damit anfälliger. Die Boards sind meist zu dünn und fühlen sich daher auf dem Wasser nicht wirklich fest an.

Die richtige Paddeltechnik arbeitet mit einer Hoch-, Tiefentlastung. Du paddelst nicht mit den Armen, sondern mit dem ganzen Körper. Dadurch ist das Paddeln mit der richtigen Technik auch sehr kraftsparend und entspannend. Dieser Effekt funktioniert aber nicht richtig, wenn ein großer Teil der Energie, die Du aufwendest nicht in den Vortrieb geht, sondern in eine Faltbewegung eines zu weichen SUPs. Die Folge ist, dass Du die Leichtigkeit des Vorankommens überhaupt nicht erfahren kannst und den Sport vielleicht aufgibst, bevor Du mitbekommen hast, wie angenehm das Paddeln mit dem richtigen Material ist.

Sehr oft ist auch die Qualitätskontrolle bei den Billigboards mangelhaft, so dass die Boards nach dem Aufpumpen komplett verzogen sind, weil schief geklebt wurde. Die Nähte überlappen nicht weit genug, was zu häufigerem Reißen und Platzern führt, als bei Markenboards. Ein Markenhersteller gibt sehr genaue Anweisungen für die Produktion vor und kontrolliert die Umsetzung lückenlos

Klebstoffe reagieren empfindlich auf Schwankungen bei der Temperatur und Luftfeuchtigkeit und eine Produktionsstätte, die bei diesen Details zuverlässig für gleichbleibende Produktionsbedingungen im Rahmen der Vorgaben sorgt, hat höhere Kosten, als eine Fabrik, die nur auf Masse optimiert produziert, 

Da bei den Billigboards keinerlei Aufwand in die Forschung und Entwicklung investiert wurde, sind auch die Formen nicht nach fahrdynamischen Kriterien entwickelt sondern entstehen zufällig, ebenso zufällig ist die Anzahl und Anordnung der Finnen.

Dazu kommt das meist unbrauchbare Zubehör (Kajakpaddel und Sitze) und auch das wichtige Zubehör (z.B. Paddel) ist von schlechter Qualität.

Drop Stitch

Die Steifigkeit und die Form eines Boards wird dadurch erzeugt, dass es feine Fäden im Inneren gibt, die das Oberdeck und das Unterdeck miteinander verbinden. Je mehr Fäden verwendet werden und je besser das dafür verwendete Material ist,  desto besser ist die Formstabilität des Boards. Zu wenig Verbindungen führen zu einem wabbeligen Board, man merkt dies aber häufig erst auf dem Wasser. Ist die Materialqualität der Fäden schlecht, so kann die Anfangs vielleicht noch vorhandene Steifigkeit auch sehr schnell nachlassen. 

Will man einem Board eine noch höhere Steifigkeit und Kontur geben, so werden die Fäden X-weise angeordnet und/oder es werden Fäden mit unterschiedlicher Länge verwendet. Natürlich ist ein Board mit mehr Fäden, hochwertigerem Fadenmaderial und einer komplexen Anordnung in der Produktion teurer. Aber es bringt Die auch viel mehr Spaß und hält auch viel länger.  

Boarddicke

Besonders dünne Boards sind entweder ganz besonders wabbelig oder aber sehr teuer. Ein dünnes Board steif zu bekommen verlangt viel mehr Qualtät und Produktionsaufwand, als ein normales 6" (15 cm) Board steif zu bekommen. Red Paddle ist ein Hersteller, der versucht, besonders flache Boards mit maximaler Steifigkeit zu produzieren. Dies hat aber auch einen entsprechenden Preis zur Folge. Die Red Paddle Boards sind die teuersten Boards in unserem Progamm. Allerdings fahren sich hochwertige, flach konstruierte Boards extrem angenehm, weil der tiefere Schwerpunkt zusätzliche Stabilität vermittelt.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Billigangebote sehr flach konstruiert sind. Bei diesen Boards handelt es sich häufig lediglich um etwas festere Luftmatratzen, die zum SUPen nur sehr eingeschänkt geeignet sind.

PVC Außenhaut

Gute SUPs verfügen über eine mehrlagige Außenhaut, was sie sehr robust macht. Das verwendete PVC ist stichfest und  trotzdem so weich, so dass es sich gut Falten lässt, ohne starke Knickspuren zu bekommen  Kontakt mit einem spitzen Stein kann einer doppelten Außenhaut mit gutem PVC nichts anhaben.

Bei Billig-SUPs wird häufig nur eine einzige Lage PVC und Gewebe verwendet und bestenfalls die Seitenwände werden doppellagig veklebt. Das verwendete PVC-Material ist billiger und somit auch anfällger. 

Unterschiedliche PVC-Qualitäten reagieren auch entsprechend auf UV-Strahlung, die beim Einsatz von SUPs unweigerlich starken Einfluss hat. Hochwertiges Material ist UV-beständiger.

Nähte

Bei den Marken-SUPs wird am Material nicht gespart. Die einzelnen Elemente überlappen großflächig, so dass stabile und langlebige Verbindungen entstehen können. Diese Nahtstellen halten einen eventuellen Überdruck durch Sonneneinstrahlung viel besser aus, als Nahtstellen, die nur eng überlappen, weil am Material gespart wurde,

Shape

Die Form eines SUPs entscheidet neben der Länge darüber, wie schnell und mit wie wenig Kraftaufwand Du über das Wasser gleitest. Um dem Board einen optimalen Shape zu geben ist Forschungs- und Entwicklungsaufwand notwendig und nur mit den oben beschriebenen aufwendigeren Produktionsmethoden ist es überhaupt möglich, eine Form die verbesserte Gleiteigenschaften hat, auch auf ein Produkt zu übertragen. 

Billiganbieter sparen sich diesen Entwicklungsaufwand und kopieren vorhandene Shapes. Diese Boards sehen allerdings nur so aus wie SUPs. Das Fahrgefühl auf dem Wasser unterscheidet sich zum Teil dramatisch, so dass diese Boards häufig auch als "Luftmatratzen" beeichnet werden, weil hier lediglich etwas Aufpumpbares produziert wurde, was bei oberflächlicher Betrachtung wie ein SUP aussieht, aber nichts unternommen wurde, um auch den Fahrspaß zu gewährleisten.

Finnen

Für den Einsatz eines SUPs auf Seen und noralen Flüßen ist eine einzelne austauschbare Finne ideal. Ein Set mit drei Finnen schränkt die Wendigkeit des Boards ein und bremst das Board unnötig aus. 

NoName und Billigboards haben häufig proprietäre Befestigungen für die Finnen, so das ein Austausch erschwert oder unmöglich wird oder haben die falsche Finnenanzahl für den Einsatzbereich des Boards. 

Footpads

Die Standfläche bei den SUPs wird aus weicherem EVA Kunststoff gemacht, damit Du guten Halt auf dem Board hast. Billiges Material führt hier dazu, dass die Footpads schnell spröde werden und dann beim Einrollen des Boards reißen und bieten auch weniger Komfort, als hovhwertiges EVA-Material. 

Ventile

Ventile sind Verschleißteile, die auch bei hochwertigen Boards unter Umständen einmal ausgetauscht werden müssen.Normalerweise ist das kein großes Problem, da die Ventile einfach aus- und eingeschraubt werden können. Bei billigen Boards werden hier aber häufig keine Standards beachtet, so dass ein Austausch gegen ein handelsübliches Ventil u.U. gar nicht möglich ist.

Gewährleistung vs. Garantie

Während Du im Baumarkt/Supermarkt nach einer kurzen Kulanzphase von drei Monaten lediglich noch auf das Gewährleistungsrecht zurückgreifen kannst, geben die Markenhersteller in der Regel eine Garantie über drei oder fünf Jahre. Die Gewährleistung betrachtet immer nur den Zusatnd des Artikels zum Zeitpunkt des Kaufes. Innerhalb der ersten 6 Monate muss der Händler nachweisen, dass der Artikel mängelfrei war. In den verbleibenden 1,5 Jahren der gesetzlichen Gewährleistungspflicht muss der Kunde nachweisen, dass der eingetretene Mangel bereits zum Zeitpunkt der Übergabe vorhanden war. Da dies in 99,9% aller Gewähreistungsfälle nicht gelingen wird, ist die Gewährleistung im Grund nutzlos.

Bei einer Herstellergarantie spielt nur der eingetretene Schaden eine Rolle. Bei geplatzten Nähten oder Schäden an den Ventilen werden soche Schäden unserer Erfahrung nach anstandslos behoben oder die Boards komplett ersetzt. Lediglich wenn das Schadensbild eindeutig von grober Fahrlässigkeit zeugt verweigern die Markenhersteller die Garantie.

Klassische Fehlkalkulation bei Discount-Angeboten

Sehr häufig hört man das Argument, dass man ja noch gar nicht genau weiß, ob einem das SUPen überhaupt Sapß machen wird und dass man deshalb zunächt einmal mit einem billigen Supermarkt-SUP startet. Dieser Taktik liegen zwei Denkfehler zu Grunde:

1. Richtig Spaß machen die meisten Sportarten erst mit dem richtigen Material. Wer mit einem schief geklebten und wabbeligen Board, mit zu vielen Finnen, den Füßen im Wasser und womöglich noch ohne Schulung, mit der falschen Paddeltechnik mühsam versucht über den See zu kommen, wird sich sehr schnell fragen, warum alle das SUPen so hypen. Das Board wird im Keller verschwinden und von dort nach einigen Jahren als Sondermüll entsorgt werden müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem der Sport tatsächlich keinen Spaß macht ist sehr viel größer, als wenn man mit einem etwas höherwertigen Board startet.

2. Ein Supermarkt- oder Dicounterboard unterliegt einem drastischen Wertverlust nach dem Kauf. Ein Wiedeverkauf ist nahezu unmöglich. Ein Markenboard hingegen kann man zu einem guten Preis weiter verkaufen, wenn man trotzdem feststellen sollte, dass es nicht der richtige Sport ist.

Unter dem Strich kann Kauf und Wiederverkauf eines Markenboards billiger sein, als der Kauf eines Discounterboards. Man vermeidet aber die Gefahr, dass man sich von Anfang an den Zugang zu dem Sport verbaut, weil man unzureichendes Material benutzt. 

Hier geht der Appell auch an das ökologische Gewissen. Wenn man sich ein Discounter Board zum Ausprobieren des Sports holt, dann ist in beiden Fällen (Sport-Aufgabe oder späterer Material-Verbesserung) das Discounterboard überflüssig und Sondermüll. Beim Markenboard wird es entweder lange genutzt oder kann von einem Anderen lange genutzt werden. Überflüssiger Müll fällt nicht an. 

Testen vor dem Kauf

Eine objektive Empfehlung für ein SUP kann man nur dann aussprechen, wenn man SUPs der unterschiedlichen Klassen und Qualitätsstufen auch selber getestet hat. Wir empfehlen daher dringend, den Kauf und die Beratung im inhabergeführten Fachhandel, der idealerweise auch selber Touren, Schulungen und Testmöglichkeiten anbietet, so wie brettsport.de. 

Besonders vorsichtig sein sollte man bei Empfehlungen, die in den einschlägigen Internetforen oder bei Produktbewertungen bei Discountern oder Amazon. Hier schwingen sich Kunden zu Beratern auf, die in ihrem Leben vielleicht nur dieses eine SUP überhaupt kennen gelernt haben. Natürlich ist immer etwas Euphorie im Spiel, wenn man das erste Mal mit einem neuen Sportgerät hantieren darf und sehr wahrscheinlich machen die ersten Versuche auch mit dem schlechtesten Material tatsächlich Spaß. 

 

 

 

 

 

 

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