Deck

Einfach gesagt sind die Decks die Bretter. An ihnen sind die Achsen mit den Rollen montiert. Es gibt Decks aus verschiedenen Materialien. Am häufigsten sind die Decks aus Ahornholz oder Bambus. Oft werden sie mit Fiberglas, Epoxydharz oder ähnlichen Materialien verbunden. Aber auch andere Hölzer wie Esche, Pappel oder Linde werden für Decks verwendet. Die breite des Decks sollte der Größe der Füße entsprechen, um eine sicheren Stand zu gewährleisten. Auch die Länge des Decks ist maßgeblich für einen sicheren Stand.

Formen von Longoard- Decks

Die klassische Pintail Form wird von vorn nach hinten Schmaler. Sie ähneln ein wenig den Surfbrettern und verweisen auf die Tradition des Longboards, das von Surfern entwickelt wurde. Durch die asymmetrische Form sind Decks in der Pintail Form hervorragend zum gemütlichen Cruisen geeignet. Weniger eignen diese sich aber für Tricks, wie beim Dancing, als auch zum Sliden. Die Decks in der Pintail Form können schnell zu Wheel Bites führen.

Die symmetrischen Decks auch Twin Tip genannt sind hingegen für Tricks und Sliden besser geeignet. Diese verfügen meist auch in der Achsgegend Aussparungen – die Cut- Outs. Durch die Cut- Outs ist die Gefahr von Wheel Bites gebannt und mit den Boards kann sich richtig schön in die Kurve gelegt werden.

Bei den Drop- Through Decks werden die Achsen von Oben auf das Deck geschraubt. Dadurch liegt der Schwerpunkt des Longboardes tiefer und eine höhere Fahrstabilität wird erreicht. Die verbesserte Fahrstabilität ist besonders bei hohen Geschwindigkeiten merkbar. Auch treten nicht so schnell Speed-Wobbels (Flattern der Vorderräder bei hohen Geschwindigkeiten) auf. Das Pushen (Abstoßen) und Bremsen per Footbreak ist mit einem tieferen Schwerpunkt einfacher. Der Nachteil ist, dass die Lenkung bei einem Longboard mit Drop- Through Deck träger zu lenken ist.

Drop- Through Longboards werden besonders im Downhill verwendet. Dort werden Geschwindigkeiten über 100km/h erreicht. Speed- Wobbles sind schon ab einer Geschwindigkeit von 50km/h möglich.

Die Standard Montage der Achsen wird als Top Mount bezeichnet. Hier werden die Achsen wie beim Skateboard unter das Deck montiert.

Neben der Drop- Through und der Top Mount Montage gibt es seltener die Dropped/ Lowered Deck Form, bei der das Deck (und der Schwerpunkt) zwischen den Achsen tiefer ist, indem es nach unten gebogen ist. Decks mit der Dropped/ Lower Form, die zusätzlich noch mit der Drop- Through Achsmontage einen sehr niedrigen Schwerpunkt haben werden Doubledrop genannt.

Griptape

Das Griptape bietet einen rutschfesten Stand auf dem Longboard. Es gibt einerseits aufgesprühtes Griptape als auch aufgeklebtes Griptape. Aber der entscheidende Unterscheid beim Griptape ist die Körnung.

Flex

Flex ist die Biegefähigkeit eines Decks. Es wird einerseits von Boards mit Flex (biegsam) und ohne Flex (steif) aber auch von hartem und weichem Flex gesprochen. Der Flex beeinflusst stark das Fahrgefühl. Für hohe Geschwindigkeiten bevorzugen die meisten Longboarder Decks ohne Flex während bei langsameren Geschwindigkeiten wie beim Dancing, Sliden, Cruisen und Long-Distance-Pumping mit Flex bevorzugt wird. Neben dem Fahrstil, der mit dem Longboard verfolgt werden soll ist selbstverständlich auch das Eigengewicht des Fahrers ausschlaggebend für den Flex. Es gibt auch einige Decks, die in verschiedenen Flexstufen erhältlich sind.

Longboard- Fahrstile und verwendete Decks

Downhill Decks - Im Downhill Bereich werden wegen des niedrigen Schwerpunkts vor allen gedroppte Decks mit hartem Flex wie Drop- Through Decks, Lowered Decks und Doubledrop Decks bevorzugt.

Freeride Decks - Im Freeride, wo ebenfalls hohe Geschwindigkeiten erzielt werden, kommen auch gedroppte Decks zum Einsatz. Doch beim Freeride werden häufiger Decks weichem Flex verwendet.

Carving Decks haben ein Flex, und sie haben meist Cut Outs um Wheel Bites bei den tiefen Turns, die beim Carven gemacht werden, zu vermeiden. Carving Boards haben meist einen Camber. Das Deck ist nach oben gewölbt. Dadurch wird eine bessere Schwungeinleitung unterstützt.

Cruising Decks ähneln am meisten den Skateboards. Häufig haben sie die Pintail- Form. Zum Cruisen eignet sich jedoch jedes Deck, aber reine Cruising Boards sind nicht sehr gut für andere Fahrtechniken geeignet.

Slalom Decks sind für verbesserte Wendigkeit kürzer als gewöhnliche Longboards.

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